Weltbodentag: Unverzichtbare Grundlage des Lebens

Ohne Boden keine Pflanzen. Ohne Pflanzen keine Landwirtschaft. Und ohne Landwirtschaft keine Lebensmittel: Am Weltbodentag (5. Dezember) wird weltweit ein Zeichen für die Bedeutung des Bodens gesetzt, eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen überhaupt.

Der Boden ist buchstäblich die Existenzgrundlage der Landwirte. (Foto: IVA)

Böden sind eine unverzichtbare Lebensgrundlage und Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere: Ein Viertel aller Arten lebt im Boden, schon in einer Handvoll Erde leben mehr Organismen als Menschen auf der Welt. Der Schutz der Böden ist eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit. Denn die Ressource Boden ist nicht erneuerbar: Bis sie in einer Form entsteht, die kultivierbar ist, vergehen Jahrhunderte. Fruchtbare Böden sind das Ergebnis langwieriger physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse.

Jedes Jahr gehen laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) 75 Milliarden Tonnen fruchtbaren Bodens aufgrund von Erosion, Bebauung, Verdichtung und Ressourcenabbau verloren. Gleichzeitig müssen die wachsende Bevölkerung der Erde ernährt und Siedlungsflächen gewonnen werden. 2002 hat die Internationale Bodenkundliche Union daher erstmals den Weltbodentag ausgerufen, der seitdem jährlich am 5. Dezember mit unterschiedlichen Aktionen gefeiert wird, um auf die lebenswichtige Bedeutung der Böden aufmerksam zu machen.

Für die Landwirtschaft ist Boden neben Wasser und Luft ein wesentlicher Produktionsfaktor. Weltweit gesehen eignen sich nur etwa drei Prozent der Landfläche dank fruchtbarer Böden für den Getreide-, Obst oder Gemüseanbau. Mehr landwirtschaftlich nutzbare Fläche zu kultivieren und mehr Nahrungs- und Futtermittel anzubauen, ist nicht so einfach machbar: Dicht besiedelte Landschaften kommen dafür genauso wenig infrage wie Wüsten, Steppen, Gebirge, Eisgebiete oder Waldgebiete, deren Rodung drastische Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Artenvielfalt hätten. Jeder Landwirt, der ein Stück Boden bewirtschaftet, weiß diese Ressource daher besonders zu schätzen. Schließlich ist der Boden für Landwirte im wahrsten Sinne des Wortes Existenzgrundlage, und das nicht nur für jetzige, sondern auch für kommende Generationen. Umso wichtiger ist es für jeden einzelnen Landwirt, seinen Boden zu schützen, ihn fruchtbar und gesund zu erhalten.

Übrigens: Bei einer Festveranstaltung in Berlin wird heute auch der „Boden des Jahres 2019“ gekürt. Das ist 2019 der Kippenboden, der entsteht, wenn infolge des Braunkohletagebaus Sand oder Lehm zur Bildung neuer Böden aufgetragen und hergerichtet wird. Weitere Infos gibt es auch hier.